Elektrothermografie

Vorbeugende Anlageninspektion in Elektroanlagen
mit Thermografie

Die vorbeugende Anlageninspektion in Elektroanlagen ist eine effektive Methode, um Fehler zu erkennen bevor sie zu einem Betriebsausfall oder Brand führen. Diese Prüfmethode wird im laufenden Betrieb durchgeführt, d. h. die Produktion oder Arbeit muss nicht unterbrochen werden.

Mit einem Infrarot-Mess- und Prüfsystem (Wärmebildkamera) werden die elektrische Energieversorgung sowie Schalt- und Steuerschränke untersucht und etwaige Problem-Bauteile sowie thermische Auffälligkeiten „sichtbar“ gemacht. Damit kann nach Dringlichkeit des Problems die Reparatur genau geplant werden. Bei Mängeln, wo ein sofortiger Handlungsbedarf besteht, kann somit eine kurzfristige Reparatur geplant werden.

 Trafo      Trafo-IR
Trafo: Die Kontaktstelle an der Verschraubung am zweiten Abgang ist heiß.
Gefahrenklasse 3 !!!

 Schütz      schütz-IR
Schütz D17-K3: Heiße mittlere Klemme und zu hohe Kabeltemperatur >70 °C.
Gefahrenklasse 3 !!!

Motor    Motor-IR Antriebsmotor für Abluftventilator: Der Motor ist zu heiß.
Last und / oder Antriebslager prüfen !

Für derartige Prüfungen müssen die Kamerasysteme bestimmt Voraussetzungen erfüllen. So muss es z. B. möglich sein, die Temperatur eines Kabels mit 1,0 mm Ø aus einer Entfernung von 1,0 m noch zu bestimmen.  Die Preise für solche Systeme liegen um ein Vielfaches höher als die, mittlerweile auch im Elektronik-Handel erhältlichen low-cost-Geräte.

Auch das Prüfpersonal muss bestimmte Voraussetzungen mitbringen, um solche Prüfungen durchführen zu können. Es muss ein Zertifikat von mind. Stufe 2 nach DIN EN ISO 9712 vorweisen können.

Eine Anmerkung zum Schluss:
Bei einigen Versicherungsgesellschaften erhalten Sie eine Reduzierung Ihrer Versicherungsprämie, wenn Sie ein thermografisches Gutachten über die Prüfergebnisse vorlegen können.